BANKIVA-App Benutzerhandbuch
Version 3.1
1-2-3 Go!
Für die ganz Eiligen hier der besonders schnelle Einstieg:
Eine Installation der App ist nicht notwendig. Einfach mit einem Internet-Browser die Adresse
aufrufen und die Anmeldedaten eingeben.
Keine Zugangsdaten? Fordern Sie gerne hier eine Testversion an.
1) Stall anlegen
– Menü Administration
– Stall erfassen
Stalldaten eingeben (Registrierungsnummer und Standort)
2) Einstallen
– Menüpunkt Stall verwalten
– Dann Button Einstallen
Achtung: Diese Daten, insbesondere Anzahl und Datumsangaben, können später nicht korrigiert werden!
Dann über das Bankiva-Symbol links oben zurück auf den Hauptbildschirm gehen
3) Tägliche Erfassung
Im Menü des eben erzeugten Stalls den Punkt Tägliche Erfassung aufrufen
... und fertig!
Grundlagen
Hauptbildschirm
Nach der Anmeldung zeigt sich folgender Hauptbildschirm. Die Auswahlmenüs verändern sich, je nach Anzahl Ställe, aktivierter Module und der Bildschirmgröße.
Obere Bildschirmhälfte
- Home-Taste. Durch klick auf das Bankiva-Symbol kommt man immer zurück auf den Hauptbildschirm. Aber Achtung: Befindet man sich in einem Eingabebildschirm, muss unbedingt vorher gespeichert werden, ansonsten sind neu eingegebene Werte verloren
- Eine knappe Wetterübersicht wird in dieser Zeile angezeigt. Die Farben geben dabei den zu erwartenden Hitzestress bei Geflügel an, auch Enthalpie genannt. Sie dazu auch den Beitrag Enthalpie.
- Für jeden angelegten Stall bzw. jedes angelegte Abteil wird ein solches Menü generiert. Darüber finden sowohl die Erfassung von Eiern und Verlusten, die Sortierung und die Auswertungen statt.
- Im Reporting-Menü kann man das Bestandsbuch (für Behandlungen mit tierärztlich verschriebenen Mitteln) und das Impfbuch aufrufen.
- Es stehen unterschiedliche Assistenten zur Verfügung, beispielsweise für das Anlegen von Ställen, die Einstallung oder auch die Ersteinrichtung von Bankiva.
- Eingaben in das Feld Neue Aufgabe werden als Aufgabe erfasst und für den nächsten Tag (sonst könnte man es gleich erledigen) fällig gestellt. So kann eine Aufgabe schnell, auch per Spracheingabe, erfasst werden beim Gang über den Hof. Diese Aufgaben lassen sich später bearbeiten, um Mitarbeiter zuzuordnen, Termine zu setzen oder weitere Infos zu hinterlegen.
- Hierüber werden die Auswahlen zum Modul Verkauf aufgerufen
- Fällige und überfällige Aufgaben werden hier angezeigt und können durch drücken auf den blauen Haken rechts als erledigt gemeldet werden. Ein Klick auf die Aufgabe selbst führt in die Bearbeitung der Aufgabe.
- In der Administration finden sich Programmpunkte, die zwar wichtig, aber eher selten aufgerufen werden. Darunter beispielsweise der Einrichtung eines Stalls, eines Kunden oder zusätzliche Produkte.
- Klickt man auf den Namen des Betriebes, so erscheint ein kleines Menü Einstellungen und Eigene Daten.
- In der rechten oberen Ecke sind immer das ab heute berechnet MHD (+28 Tage) und das Kühlschrankdatum (+21 Tage) sichtbar.
Untere Bildschirmhälfte
- die letzten eingetragenen Bemerkungen werden angezeigt. Das funktioniert ähnlich einem schwarzen Brett und ist praktisch, wenn mehrere Mitarbeiter auf dem Hof.
- Die letzten 7 Lieferungen an Kunden werden in diesem Info-Kasten angezeigt.
- Der Info-Kasten zeigt für jeden Stall die Vitalität, die Anzahl Verluste an sowie die Mortalität der letzten 24 Stunden. Höhere Werte (laut GeflPestSchV >2%) werden rot angezeigt.
- Das Wetter findet ebenfalls seinen Platz auf dem Hauptbildschirm. Insbesondere Windstärke und -richtung (Auslaufklappen Mobilstall) und die Enthalpie als Indikator für Hitzestress sind zu beachten.
Einrichtung
Grundeinrichtung
Die Grundeinstellungen sollten mit Bedacht vor Nutzung des Programms ausgewählt werden. Eine spätere Änderung ist möglich, führt aber nicht in jedem Fall zu sinnvollen Ergebnissen. Die Einstellungen beziehen sich immer auf den ganzen Betrieb und gelten somit für alle Ställe.
Einstellungen
Durch einen Klick auf den Betriebsnamen geht ein kleines Menü auf. Bitte den unteren Punkt Einstellungen anklicken.

Im folgenden Bildschirm werden die gewählten Einstellungen angezeigt. Wichtig: wenn eine Einstellung durch Setzen eines Hakens gesetzt wird, muss im Anschluss auf Speichern gedrückt werden (unteren Ende der Einstellungen angezeigt).
Aufgabenordner verwenden
Derzeit keine Funktion, Vorbereitung für spätere Erweiterung
Aufgabenplanung verwenden
Durch Setzen des Hakens wird das Modul Aufgaben aktiviert und im Hauptbildscirm angezeigt. Empfehlung: Das Aufgaben-Modul ist ein zentraler Bestandteil für die Betriebsführung und Dokumentation. Unbedingt ausprobieren!
Auslaufzeit erfassen
Wenn der Haken gesetzt ist, wird während während in der Eingabemaske „tägliche Erfassung“ die Auslaufzeit abgefragt. Die Werte werden auf der Stallkarte ausgegeben als Nachweis, wenn die Auslaufzeit dokumentiert werden muss.
Detaillierte Kaputt-Erfassung
Bei der Notierung defekter Eier kann entweder unterschieden werden zwischen Blut, Schmutz und WBKEiern (Wind-Bruch-Knick), oder die aussortierte Eier werden allgemein als „Defekt“ bezeichnet.
Email-Benachrichtigung aktivieren
Nach Aktivierung werden Warnungen und Ereignisse, z.B. fällige Aufgaben, an die bei der Anmeldung benutzte Email-Adresse gesendet (voraussichtlich ab 04/2022).
Futter- und Wasserverbrauch erfassen
Ist diese Einstellung aktiviert, werden bei der täglichen Erfassung die Felder Futterverbrauch und Wasserverbrauch angezeigt. Die Werte werden pro Stall in Kilogramm und Liter erfasst werden. Sind mehrere Gruppe in einem Stall, kann nur die Gesamtsumme aller Gruppen erfasst werden – die App rechnet dann auf Basis des Bestandes um. Die eingegebenen Werte werden in verschiedenen Auswertungen genutzt für den Gesamtaufwand pro Monat, Futteraufwand pro Ei und für das Verhältnis Futter zu Wasser.
Klappe schließt automatisch bei Dämmerung
Schließen die Auslaufklappen automatisch mit der Dämmerung, so kann diese Option gewählt werden. Dann wird statt einer Uhrzeit für das Ende des Auslauf automatisch ein Dämmerungs-Symbol eingetragen.
Lichtzeit erfassen
Wenn der Haken gesetzt ist, wird in der Maske „tägliche Erfassung“ die Länge des Lichttages abgefragt. Die Werte werden auf der Stallkarte ausgegeben als Nachweis, wenn der Lichttag dokumentiert werden muss.
Minimale und Maximale Temperatur erfassen
Wird der Haken gesetzt, so werden in der Maske „tägliche Erfassung“ diese beiden Werte abgefragt. Die Werte werden auf der Stallkarte ausgegeben als Nachweis, wenn die Auslaufzeit dokumentiert werden
muss. Hinweis: Wir bieten einen Temperatursensor für Stall und Packstelle an, dessen Werte automatisch hier übernommen werden.
Rasse / Zuchtlinie verwalten
Bei aktivierung wird beim Einstallen einer neuen Gruppe eine Rasse oder Zuchtlinie abgefragt. In einigen Auswertungen (Legeleistung, Gewichtsanalyse, Uniformität) werden die Ist-Leistungen der Hennen mit den Vorgaben der Zuchtunternehmen verglichen. Dies ist eine Vorbereitung für eine zukünftige Programmversionen – in dieser Version noch ohne Funktion.
Sammeln pro Gruppe einschalten
Sind in einen Stall mehrere Gruppen eingestallt, und man kann Schalenfarbe unterschieden (beispielsweise Braun/Weißleger), kann diese Option eingestellt werden. In der Maske „tägliche Erfassung“ werden dann die Eiermengen je Gruppe angefragt und entsprechend in den Auswertungen berücksichtigt.
Können die Eier nicht unterschieden werden, so setzt man hier keinen Haken. Die Gesamtmenge der gesammelten Eier eines Tages werden dann anhand der Menge der eingestallten Hennen automatisch
verteilt. Hinweis: In der Maske „tägliche Erfassung“ kann dann trotzdem eine einzelne Gruppe ausgewählt werden, um Verluste einer bestimmten Gruppe zuordnen zu können.
Vertrieb von Verlegten Eiern erlauben
Bei Anhaken werden die Eier in den Auswertungen als vermarktungsfähige Eier gezählt. Ansonsten werden sie als „Defekt“ verworfen.
Vorsortierung beim Sammeln
Mit dieser Einstellung wird ausgewählt, ob die Eier beim sammeln gezählt und später in einer Packstelle sortiert werden, oder ob die gesammelten Eier direkt nach Größenklassen sortiert werden. Das erste
Verfahren eignet sich gut für Betriebe mit getrennter Packstelle. Die Vorsortierung beim Sammeln wird dagegen besonders von kleineren Betrieben bevorzugt.
Kleine Betriebe, die nicht sortieren und direkt vermarkten, wählen diese Option und tragen die Gesamtzahl der gesammelten Eier stellvertretend in die Größenklasse „M“ ein. Um das für den Betrieb beste Verfahren zu finden, wird ausdrücklich empfohlen, beide Möglichkeiten in einem Musterstall zu testen.
Zeiterfassung verwenden
Das Modul Arbeitszeiterfassung (AZE) kann mit dieser Einstellung eingeschaltet werden.
Optionen
Im rechten des Bildschirms Einstellungen können die Optionen ausgewählt werden
Die Optionen sind alle mit Standardwerten vorausgefüllt. Sie können geändert und darüber hinaus mit eigenen Werte erweitert werden. So können zum Beispiel eigene Verpackungsgrößen definiert werden oder auch nicht benutzte Größen ausgeblendet werden. Werte, die auf Verordnungen basieren (z.B. Eigewicht) sollen nicht geändert werden.
Bundesland
Verzeichnis der Bundesländer. Eine Änderung ist nicht sinnvoll.
Eigewicht
Das durchschnittliche Eigewicht pro Grössenklasse wird an dieser Stelle hinterlegt. Es dient zur näherungsweisen Berechnung der Eimasse. (Vorbereitung für zukünftige Version)
Enthalpie Grenzen
Bei (drohender) Überschreitung der Grenzwerte wird ein Alarm an den Betrieb gesendet. Die hier hinterlegten Werte (in kJ/kg) entsprechen den üblichen in der Geflügelwirtschaft verwendeten Werte.
Futter
Verezeichnis der verwendeten Futterprodukte (Vorbereitung für zukünftige Version)
Haltung
offizielle Bezeichnung der Haltungsarten
Land
Verzeichnis der Ländern mit offiziellem Kürzel
Projekte (Aufträge)
Vorrangig Betriebsteile oder Ställe, eigene Gestaltung durch den Betrieb problemlos. Zur genauen Erläuterung bitte das Kapitel „Arbeitszeiterfassung“ beachten.
Rassen
Verwendete Rassen(erst in späteren Versionen verwendet). Zuchtlinien werden an anderer Stelle verwaltet.
Tätigkeiten
Vorbelegt durch die typischen Tätigkeiten eines Betriebes. Zur genauen Erläuterung bitte das Kapitel „Arbeitszeiterfassung“ beachten.
Verlustgründe
Kannibalismus, Beutegreifer, Lebendverkauf, Schlachtung und Sonstige sind bereist vorbelegt. Eigene Verlustgründe (z.B. Erdrücken) können beliebig ergänzt werden und fließen in die Auswertungen ein.
Verpackung
die auf dem Betrieb verwendeten Verpackungen. Die Verpackungsgrößen sind vorbelegt und können beliebig mit eigenen Verpackungsgrößen ergänzt werden. Gerne wird im Direktvertrieb mit Kilopaketen für kleinere Eier gearbeitet. Hier ist als Wert (=Anzahl Eier pro Packung) ein Durchschnittswert anzugeben. Dieser liegt bei S-Eier etwa bei 20.
Nicht genutzte Verpackungsgrößen werden nicht gelöscht, sondern durch einen Haken im Feld "Diesen Wert ausblenden".
Die Verpackungsgrößen werden im Modul Verkauf verwendet.
Eigene Daten
Die Eigenen Daten erreicht man nach Klick auf den Betriebsnamen oben rechts.

In diesem Bereich werden Angaben zum Betrieb gemacht. Es handelt sich um Stammdaten wie die Adresse oder die Betriebsnummer. Diese Angaben werden in anderen Programmteilen genutzt, zum Beispiel auf Lieferscheinen oder im Stallbuch.
Grau hinterlegte Felder können dabei nur durch den Bankiva-Support geändert werden. Einige Daten, wie die Zugangsdaten des Betriebsleiters, sind bereits hinterlegt.
An dieser Stelle können weitere Mitarbeiter angelegt werden. Siehe Dazu auch die gesonderte Anleitung Mitarbeiter anlegen.
Wetterdaten
Die lokalen Wetterdaten, insbesondere die Berechnung der Entahlpie der Aussenluft, werden anhand der Postleitzahl ermittelt. Wenn es geologische Besonderheiten gibt, beispielsweise durch extreme Höhenlagen, können hier alternativ auch Koordinaten eingegeben werden zur Berechnung, wir beraten gerne zu diesem Punkt: Einfach Whatsapp an 0178 845 7293.
Dokumente hinterlegen
Zum Betrieb lassen sich auch gescannte Dokumente hinterlegen, die schnell im Zugriff sein sollen. Das kann die Zuweisung der Regsitrierungsnummer sein, die Bescheid zur Packstelle oder auch eine „Notrolle“, also ein Blatt auf dem alle wichtigen Daten zum Betrieb notiert sind: Rufnummern von Tierarzt, Stallhersteller, Versicherung etc.
Die Dokumente lassen sich etwas weiter unten wieder aufrufen, natürlich auch auf einem Mobiltelefon, da wo man gerade ist.
Mitarbeiter-Konten
BANKIVA kann von mehreren Mitarbeitern eines Betriebes genutzt werden – natürlich auch gleichzeitig!
Die Mitarbeiter haben jeweils einen eigenen Zugang mit einem eigenen Kennwort. So muss das Kennwort des Betriebsleiters nicht bekannt gegeben werden und bei Ausscheiden eines Mitarbeiters kann der Zugang sofort gesperrt werden. Zudem muss der Mitarbeiter keine administrativen Berechtigungen haben. Er kann beispielsweise keinen Stall löschen.
Die Arbeitszeiterfassung notiert automatisch die Zeiten auf den Namen des jeweils angemeldeten Mitarbeiters.
Mitarbeiter werden wie folgt angelegt:
Wählen Sie in der oberen Menüzeile unter dem Namen ihres Betriebes den Punkt Eigene Daten. Rechts oben auf +Benutzer anlegen klicken.
Ergänzen Sie die Eingabemaske mit Namen, Emailadresse und der zweimaligen Eingabe eines Kennwortes.
Die Emailadresse wird zur Anmeldung benötigt und gegebenenfalls für kalendarische Erinnerungen und Warnmeldungen aus BANKIVA. Hat der Mitarbeiter keine eigene Emailadresse, so kann auch eine Fantasie-Emailadresse eingetragen werden. Natürlich erhält der Mitarbeiter dann auch keine Warnungen und Mitteilungen.
Stall anlegen
Auf dem Hauptbildschirm ist unter Administration der Punkt Stall erfassen zu sehen.
Der Name des Stalls kann frei vergeben werden. Er sollte kurz und prägnant sein. Im zweiten Feld wird die Stallnummer hinterlegt. Der Standort des Stalls sollte zumindest ungefähr angegeben werden. Hieraus werden beispielsweise Daten für die Wetter-/Enthalpie-Warnung ermittelt.
Nach dem Speichern werden die Buttons „Einstallen“, „Details bearbeiten“ und „Löschen“ sichtbar.
Berechnung Tierplätze
Darunter wird weiterhin angezeigt, welche Faktor begrenzend ist. So findet man leicht heraus, was am Stall erweitert werden muss, um eine größere Anzahl zulässiger Tierplätze zu erreichen.
Das Bild unten zeigt nur einen Ausschnitt.
Gruppe einstallen
Einzelne Gruppe
Das Einstallen einer einzelnen Gruppe gestaltet sich recht einfach. Der Name kann frei vergeben werden. Er sollte gut gewählt werden, um auch Jahre später einzelne Durchgänge unterscheiden zu können. Es kann eine vorhandene betriebliche Systematik für die Benennung übernommen werden oder auch beispielsweise „Lohmann 01/2022“.
Das Alter der Herde bei Einstallung kann entweder in Tagen eingegeben werden oder es wird das Schlupfdatum in das Feld Geschlüpft am eingegeben. Das Programm berechnet jeweils den fehlenden Wert.
Das Feld Gruppendetails wird mit ergänzenden Angaben zur Herde ausgefüllt (Impfstatus, Lichtzeiten, Futter etc), während in das Feld Anmerkung zur Einstallung eher die Umstände der Einstallung beschrieben werden (wer hat eingestallt, Eier in Transportboxen, Desinfektion Transportfahrzeug etc.).
Nach dem Speichern gelangen Sie wieder in den Hauptbildschirm und der Stall ist bereit zur Erfassung von Legeleistungen.
Mehreren Gruppen
In einen Stall können mehrere Gruppen eingestallt werden. Die Gruppen können unabhängig voneinander zu unterschiedlichen Zeitpunkten ein- und ausgestellt werden. Es können Auswertungen (z.B. die Stallkarte/Legeliste) pro Gruppe oder summarisch (Summe aller Gruppen eines Stalls) erzeugt werden. Bei summarischen Auswertungen bezieht sich der Altersangabe immer auf die älteste Gruppe eines Stalls.
Zum Einstallen einer zusätzlichen Gruppe wählt man Stall verwalten aus. So gelangt man wieder in den Modus, um den Stall und die darin befindlichen Gruppen zu bearbeiten. Wählen Sie wieder Einstallen aus und legen eine neue Gruppe an.
Wenn bei der Eiersammlung eine Unterscheidung der eingestallten Gruppen möglich ist, beispielsweise durch die Schalenfarbe, kann die Zahl der Eier pro Gruppe getrennt erfasst werden. Dazu ist unter Einstellungen ein Haken bei Sammeln pro Linie einschalten zu machen. Wird der Haken nicht gesetzt, dann wird die Gesamtzahl der gesammelten Eier auf die Gruppen entsprechend der jeweiligen Anzahl Hennen aufgeteilt.
Musterbildschirm
Bedienung
Tägliche Erfassung
Die Tägliche Erfassung ist die zentrale Eingabemaske in der BANKIVA-App. Sie umfasst die Eizahlen, Stall- und Klimadaten sowie Tierverluste. Die überschlägige Legeleistung (bezogen auf die aktuelle Bestandsgröße) wird angezeigt, ebenso das MHD (Legedatum + 28 Tage) und das Kühlschrankdatum (Legedatum + 21 Tage).
Bei der täglichen Arbeit schafft man die Eingabe pro Stall in 30 bis 60 Sekunden. Es sind mehrere Sammlungen pro Tag möglich, es muss nichts dafür beachtet werden, die BANKIVA-App organisiert und summiert die einzelnen Lots eines Tages selbst.
BANKIVA kann auf unterschiedliche betriebliche Arbeitsabläufe eingestellt werden:
- mit und ohne Sortierung nach Größenklassen
- differenzierte Erfassung der Defekte
- mehrere Gruppe pro Stall
Gehen wir auf die verschiedenen Möglichkeiten näher ein.
Stall mit einer Gruppe
Im Auswahlmenü des jeweiligen Stalls den Punkt tägliche Erfassung auswählen.
Ganz oben am Bildschirmrand sieht man Karteireiter, im Beispiel tragen Sie die Bezeichnung Stall 1 und Stall 2. Es werden alle vorhandenen Ställe bzw. Abteile angezeigt. Mit den Karteireitern kann bei der Eingabe schnell zwischen den Ställen umgeschaltet werden, ohne über das Hauptmenü zu müssen. Jedoch immer vorher speichern! Das Speichern geschieht über einen beliebigen der blauen Buttons am rechten Rand.
Im Feld Datum kann eingestellt werden, für welchen Tag die Sammlung gilt. Standard ist das Datum des heutigen Tages, aber es kann ein beliebiger anderer Tag ausgewählt werden. Aus dem Datum werden MHD (+28 Tage) und Kühlschrankdatum (+21 Tage) berechnet.
Zur schnellen Kontrolle werden die überschlägige Legeleistung, die anzahl gesammelter Eier und die aktuelle Bestandsgröße angezeigt. Wahrscheinliche Fehleingaben werden rot markiert, z.B. Legeleistung > 100%. Die Werte können aber trotzdem gespeichert werden, wenn z.B. am Vorabend keine Eier mehr abgesammelt wurden und dadurch in die heutige Sammlung fallen.
Die Anzahl der gesammelten Eier kann entweder direkt in die Zahlenfelder eingegeben werden oder über die daneben stehenden grünen Buttons. Um einen Minuswert (zur Korrektur vorher gespeicherter Eingaben) einzugeben, zuerst die Zahl eingeben und dann auf den hellblauen Button +- drücken. Mit der roten Taste 0 kann der eingegebene Wert gelöscht werden.
Im Feld Unsortiert werden nur Eier eingetragen, die in Ordnung sind. Zusätzlich werden die Schmutzeier, Bluteier, WBK (Wind-,Bruch-,Knickeier) und verlegten Eier eingetragen.
Weitere Daten
Eigewicht
Das Gesamtgewicht der gesammelten Eier wird in kg eingegeben.
Bemerkungen
Beliebige Texte können hier eingegeben werden, wie auf einem Notizblatt. Die Bemerkungen werden zum jeweiligen Tag / Stall gespeichert und auf der Stallkarte ausgegeben. Es dient somit zur dauerhaften Dokumentation von Ereignissen oder Auffälligkeiten.
Futter- und Wasseraufwand
In den Feldern werden die entsprechenden Werte eingegeben und tauchen in mehreren Auswertungen auf.
Auslaufzeit und Lichtzeit
Bei Auswahl der Einstellungen Auslaufzeit erfassenundLichtzeit erfassen werden die entsprechende Felder angezeigt. Die Eingabe ist komfortabel, es wird jeweils der Wert des Vortages übernommen und kann bei Bedarf beliebig geändert werden.
Temperaturen
Wird unter Einstellungen die Möglichkeit Klappe schließt automatisch bei Dämmerung angehakt, dann wird als Schließzeit statt einer Uhrzeit das Wort Dämmerung eingetragen.
Die Minimal- und die Maximaltemperatur des Tages kann für jeden einzelnen Stalls im Formular Eiersammlung eingegeben werden, wenn unter Einstellungen Minimale und Maximale Temperatur erfassen ausgewählt wurde.
Verluste
Die Anzahl der Verluste gibt man ohne ein Vorzeichen ein, also zum Beispiel „3“ und nicht „-3“
Die Verlustgründe werden unter Optionen (siehe oben) eingegeben. Vorgegeben sind hier die Gründe Beutegreifer, Kannibalismus, Lebendverkauf, Schlachtung, Sonstiges. Eine Erweiterung der Gründe ist problemlos in den Optionen möglich.
Es kann als Freitext eine nähere Erläuterung zum Verlust werden.
Bestandserhöhung
Gibt man an dieser Stelle einen Wert mit Vorzeichen ein (Beispiel: -3), so erhöht sich die Anzahl der Hennen (de jeweiligen Gruppe). Diese Funktion kann für eine nachträgliche Erhöhung des Bestandes genutzt werden. BANKIVA berücksichtigt dies automatisch bei allen Auswertungen.
Foto
Ein Foto kann zur Dokumentation der Verluste hochgeladen werden. Das kann z.B. zum Nachweis größerer Verluste gegenüber Versicherungen oder Amtsveterinär dienen.
Stall mit mehreren Gruppen
Schalenfarbe unterscheidbar
Schalenfarbe gleich
Direkte Sortierung nach Eiersammlung
Monatliche Erfassung
Die monatliche Erfassung ähnelt eine typischen Legeliste. In Zeilen sind die Tages des Monats angeordnet, während in den Spalten die Eizahlen je Größenklasse notiert werden:
Mit dieser Form der Eingabe lassen sich schnell mehrere Tage nachtragen. Weil die Tabelle so übersichtlich ist, werden Eingabefehler oder ganz ausgelassene Tage schnell entdeckt.
Weil diese Tabelle einen gewöhnlich großen Bildschirm komplett belegt, sind Verluste, Futter – und Wasserverbräuche oder Klimadaten hier nicht zu erfassen.
Hinweis: Aufgrund des Umfangs ist diese Form der Eingabe nicht auf Smartphones aufrufbar
Import/Export
Weiterhin sind ganz unten Befehle zu finden, mit denen sich diese Tabellen importieren oder exportieren lassen. Das Dateiformat ist mit den gängigen Tabellenkalkulationen kompatibel.
Tipp: Das Import-Format muss genau stimmen: Spalten, Datumsformat, Reihenfolge. Das Datum wird immer rückwärts geschrieben. Nutzen Sie als Mustervorlage eine Datei, die mit dem linken Symbol (in Excel exportieren) erzeugt werden kann.
Auswertungen
Stallkarte
Die Stallkarte beinhaltet die Legeliste sowie Zusatzblätter für Verluste, Impfungen und Beandlungen. Die Stallkarte wird jeweils für einen Kalendermonat ausgegeben.
Sofern die Lichtzeiten, Auslaufzeiten, Temperaturen, Futter- und Wasserverbrauch erfasst
wurden, werden hierfür die entsprechenden Spalten angezeigt.
Durch Klick auf ein Datum in der ersten Spalte springt man direkt in die Maske Eiersammlung, um Ergänzungen vornehmen zu können.
In der letzten Zeile werden die Summen des Monats, und die durchschnittliche Legeleistung ausgegeben.
Übersicht


Am oberen Rand der Stallkarte befindet sich die Schaltfläche Drucken. Hiermit wird die Stallkarte des ausgewählten Monats als PDF erzeugt und kann dann gedruckt oder auch auf einem PC gespeichert werden.

Herdenstatistik
Die umfangreichste Auswertung ist die Herdenstatistik. Über den gesamten Durchgang werden die Kennzahlen der biologischen Leistung ermittelt. Eine Auswertung während des Durchgangs ist möglich, dabei werden Werte, die sich auf einen längeren Zeitraum beziehen , hochgerechnet und mit dem Ausdruck „geschätzt“ markiert.
Der Aufbau der Herdenstatistik gliedert sich wie folgt:
Herdendetails
Grundlegende Werte wie Anzahl Stalltage (auch Futtertage genannt), Mortalität, Legereife werden im ersten Abschnitt angezeigt.
Legeleistung Verlauf
Der Verlauf der Legeleistung wird in zwei Grafen angezeigt. Einmal wird die Legeleistung prozentual angezeigt, zum anderen die Legeleistung in Stück Eier pro Woche. Die Gesamtleistung wird ebenso angezeigt wie die Verteilung auf die Größenklassen und Defekt-Eier.
Tipp: Ein Klick auf das Rechteck für der Angabe der Größenklasse blendet Linien ein und aus.
Ei-Zahlen
In der folgenden Tabelle werden die aufsummierten Ei-Zahlen des Durchgangs angezeigt. Die Eier werden unterschieden nach Größenklassen, Defekten und Vermarktungsfähigkeit, angezeigt werden sowohl die genauen Stückzahlen als auch die prozentuale Verteilung. Bei der Berechnung der Legeleistung wird Bezug genommen auf
- Anfangshenne DH
- Anfangshenne DH und den Zeitraum zwischen der 20. und 72. Alterswoche
- durchschnittliche Ei-Leistung pro Tag
- und die Durchschnittshenne (DH)
Haben Ergebnisse weniger als 1% Anteil, werden die Werte als nicht relevant angenommen und grau dargestellt. Ebenso werden Schätzwerte (unvollständiger Durchgang) grau dargestellt. einige Werte werden auf ganze Zahlen gerundet.
Gewicht
Die während der täglichen Erfassung gesammelten Hennengewichte werden analysiert und an dieser Stelle dargestellt.
Bestandsverlauf
Die Mortalität und als Kehrwert die Vitalität werden über den zeitlichen Verlauf als Liniengrafik dargestellt, während für die Verteilung der Verlustarten eine Säulengrafik gewählt wurde.
Verlustübersicht
Zusätzlich zur Grafik werden die Verluste nach Verlustart aufsummiert und die prozentuale Verteilung berechnet, jeweils für Hennen und Hähne getrennt
Verlustliste
Sämtliche Einträge von Verlusten werden einzeln aufgelistet mit Datum, Stückzahl, Verlustart und einer Beschreibung, wenn diese eingegeben wurde.
Wochenkarte
Zur schnellen Übersicht kann alternativ zur monatlichen Stallkarte eine Wochenkarte aufgerufen werden. Hier sind die Legequoten der letzten 7 Tage dargestellt, aufsummiert und die durchschnittliche Legequote wird angegeben.
Zusätzlich wir der Gesamtverlauf der Legeleistung als Linien-Diagramm dargestellt und das Verhältnis der Größenklassen und defekten Eier wird als Kreisdiagramm gezeigt.
Auch in dieser Tabelle ist es möglich, durch Klick auf ein Datum direkt in die Maske Eiersammlung zu springen

Langzeitauswertung
In dieser Auswertung wird die Legeleistung über die gesamte Periode angezeigt. In Form einer Tabelle wird jeweils wöchentlich kumuliert die Legeleistung angezeigt als Gesamtsumme und aufgeteilt auf die Größenklassen und Defekte
Die Woche bezieht sich immer auf die Lebensalter-Woche der Gruppe.
Die Summe gibt die wöchentliche Gesamtzahl der Eier an, inklusive der Spalte Defekt.
In der Spalte Defekte sind die möglichen defekte zusammengefasst:
– Blutige Eier
– Schmutzeier,
– WBK (Wind, Bruch, Knick)
– verlegte Eier
Neben der Tabellenform werden Grafiken für einen schnellen Überblick erzeugt. In der folgenden Grafik sehen wir die Gesamtproduktion Eier als hellgrüne Linie, eingeblendet dazu die Verteilung auf die Größen bzw. Defekte. Die X-Achse gibt das Alter der Tiere in Lebenswochen an.
Tipp: Das Anfahren eines Punkte auf einer Linie zeigt übrigens genaue Werte an.
In diesem Beispiel ist schön die Entwicklung der jungen Herde zu sehen (Rückgang S-Eier in den ersten Wochen) und der Abfall der Gesamtlegeleistung etwa ab Woche 71.
Wissen
FAQ Allgemein
Wie verwalte ich Impfungen?
Impfungen sollten als Aufgabe angelegt werden. Das hat gleich meherer Vorteile:
– man wird regelmäßig an die Impfung erinnert
– die Impfung wird im Impfkontrollbuch dokumentiert
Für eine genaue Anleitung siehe hier
Auf welche Tierzahl bezieht sich die Legeleistung?
Das hängt vom Zweck und damit von der Stelle ab, an der die Legeleistung angezeigt wird. Bei der täglichen Erfassung bezieht sich die Legeleistung auf die Anzahl der anwenden Hennen im Stall, während in der Stallkarte auch die Legeleistung bezogen auf die Anfangshenne (=Anzahl eingestallter Hennen) angezeigt wird.
Gibt es auch Kiloboxen als Verpackungsgröße?
Man kann eine Kilobox als Verpackungsgröße selbst anlegen. Siehe dazu auch die Anleitung unter Optionen. Als Richtwert passen in eine Kilobox etwa 20 kleine Eier.
FAQ Technik
Auf wieviel Geräten kann ich die Bankiva-App nutzen?
Kurz: auf allen. Bankiva hat keine Beschränkung. Jeder Betrieb kann die App für mehrere Mitarbeiter nutzen, auch gleichzeitig, und es ist garantiert, dass alle Daten immer überall gleich sind.
Wo kann ich die Bankiva-App herunterladen?
Es ist nicht notwendig, die App herunterzuladen oder zu installieren. So wie man es von einem Bankkonto kennt, wird nur eine Adresse (app.bankiva.de) aufgerufen, dann meldet man sich mit seinen Zugangsdaten an und kann loslegen.
Wie installiere ich das neueste Update?
Nicht notwendig. Wir erledigen das im Hintergrund, und alle Daten werden automatisch übernommen. Du arbeitetest immer mit der neuesten Version.
Wo liegen meine Daten?
In zwei sicheren Rechenzentren unterschiedlicher Betreiber, zwischen denen die Daten regelmäßig werden. Es sind zwei namhafte Rechenzentrums-Betreiber mit Standort Deutschland. Selbstverständlich werden alle Daten gemäß DS-GVO verarbeitet.
Wie kann ich ein Backup meiner Daten machen?
Es ist zwar nicth notwendig, weil die Daten automatisch mehrmals am Tag an verschiedenen geografischen Standorten gesichert werden. Aber es ist dennoch möglich, einen wesentlichen Teil der Daten zu sichern: Über die monatliche Eingabe können die Legeleistungen gesichert werden. Andere Tabellen werden folgen.
Mein Kennwort ist weg, was nun?
Beim Anmelden kann die Funktion Passwort vergessen genutzt werden. Nach Eingabe der Email-Adresse wird man durch eine Prozedur geleitet.
Auf welchen Geräten läuft die Bankiva-App?
Als moderne Web-App gibt es nur wenige Einschränkungen. Egal ob Smartphone, Tablett oder PC, egal welcher Hersteller, alle gängigen Betriebssystem werden unterstützt, ebenso alle modernen Browser. Weil Bankiva auf reißerischen Schnickschnack verzichtet, können auch sehr alte Geräte genutzt werden. Viele nutzen in Stall und Packstelle an anderer Stelle ausgediente Tabletts zur Dateneingabe.
Enthalpie
Mit der Enthalpie wird eine wichtige Kennzahl für den Hitzestress bei Geflügel angegeben. Hühner können kaum schwitzen, noch dazu kann durch das Gefieder kaum Wärme abgegeben werden. Deshalb beobachten wir besonders im Sommer, wie die Flügel angehoben werden und die Tier beginnen, über den weit geöffneten Schnabel zu atmen oder gar zu hecheln.
Vergleichbar dem menschlichen Schwitzen über die Haut wird in den Lungen der Hühner Wasser verdunstet und über die Atemluft an die Umgebung abgegeben. Hühner schwitzen quasi über die Atemluft.
Man kann sich nun leicht vorstellen, dass dies umso schlechter funktioniert, je höher die Luftfeuchte der Umgebung bereits ist. Zudem wird mit steigender Temperatur der Abstand zur Körpertemperatur von etwa 41°C immer kleiner, auch dies verringert die Abgabe von Energie an die Umgebung. Das Hecheln sorgt zudem für eine erhöhte Abgabe von CO2 mit ungünstigen Auswirkungen.
Der Mensch empfindet dies viel harmloser und erkennt so die Gefahr für das Geflügel nur schlecht, und sicher nicht Tage im Voraus.
Die Folgen von Hitzestress
– Die Futteraufnahme sinkt, um den Stoffwechsel zu entlasten
– Die Wasseraufnahme steigt dagegen
– Die Legeleistung sinkt, ebenso das Eigewicht
– Die Eischale wird dünner und brüchiger
– Bei extremen Werten erhöhte Tierverluste
Um rechtzeitig (vor sichtbarer Schnabelatmung!) Gegenmaßnahmen einleiten zu können, kann der Enthalpie-Wert herangezogen werden. Er beschreibt den Energiegehalt der Luft. Musste man diesen früher recht umständlich über ein Mollier-Diagramm ermitteln, nutzt man dafür die heute zur Verfügung stehende Computerkapazitäten.
Wir haben das in die Bankiva-App eingebaut. So komfortabel, dass die Enthalpie automatisch genau für den Betriebsstandort angezeigt wird. Bei Überschreitung von Grenzwerten wird sogar eine Warnung per Email an den Betriebsleiter gesendet. Wir orientieren und dabei an den gebräuchlichen Richtwerten (Angaben in kJ/kg):
< 50 „grüner Bereich“ – alles ok
50 bis <58 geringer Hitzestress
58 bis <67 mäßiger Hitzestress
67 bis <72 starker Hitzestress
>72 extremer Hitzestress – letale Grenze!
Ganz wichtig: Die berechneten Werte beziehen sich immer auf die Außenluft und nicht auf die Stall-Luft! Die Luft im Stall wird meist einen schlechteren Wert aufweisen, je nach baulichen Gegebenheiten kann der Wert so um 5 kJ/kg höher ausfallen (Sonneneinstrahlung, Isolierung, Lüftungsmanagement etc.).
Beobachten Sie den Tierbestand genau und machen Sie so Erfahrungen, wie der berechnete Werte sich im jeweiligen Stall auswirkt.
Vorbeugung
Sie können Hitzestress vorbeugen durch geeignetes Management und verschiedene technische Maßnahmen:
Information und Wissen
Sie wissen um die Bedeutung dieses Wertes und kennen den Zusammenhang zu Wetterlagen, die zu erhöhten Werten führen. Eine Person im Betrieb ist als Verantwortlicher benannt, informiert und präsent.
Nutzen Sie die Bankiva-App, um jederzeit informiert zu sein und gewarnt zu werden bei kritischen Werten, auch mehrere Tage im Voraus.
Wasserversorgung
Die Wasserversorgung wird regelmäßig auf Funktion geprüft und die Wasservorräte verfügen über eine ausreichende Reserve. Bei der Gelegenheit sorgen Sie auch besonders in heißen Sommermonaten für eine gute Tränkwasserdesinfektion.
Mechanische Lüftung
Der Luftaustausch muss ausreichend groß sein, damit ständig die mit Feuchte angereicherte Luft abgeführt und trockenere Außenluft nachgeführt wird. Dies ist besonders wichtig, ein kleiner Anstieg der Feuchte hat große Auswirkung auf den Enthalpie-Wert, siehe oben. Erhöhen Sie sie Luftaustauschraten und lassen die Ventilation durchlaufen. Die Luftaustauschrate soll nicht unter 4,5m³ je kg Tiergewicht und je Stunde betragen. Prüfen Sie, ob die Alarmanlage der Lüftung funktioniert, indem ein Ausfall simuliert wird.
Natürlich ventilierte Ställe
Werden Ställe allein durch thermischen Auftrieb belüftet (oft bei Mobilställen zu finden), so kommt der Wärmeisolierung des Stalls eine besondere Bedeutung zu. Gleichen sich nämlich Außen- und Stalltemperatur an, gibt es keinen Auftrieb mehr – der Luftaustausch kommt zum Erliegen. Hilfreich sind dann mobile Lüftungsgeräte.
Kühlung durch Befeuchtung
Das sollte nur der fachkundige Stallbauer machen. Richtig gemacht, senken Sie die Temperatur um mehrere Grad ab, falsch gemacht kann es sehr negative Auswirkung auf den Wert der Enthalpie haben.
Tipp: Dachflächen bewässern, zumindest bei schlecht-isolierten Dächern hat das einen positiven Effekt. Die Bewässerung der Stallumgebung sorgt für Verdunstungskälte, dadurch gelangt wiederum kühlere Luft durch die Lüftung in die Ställe.
Zusätze in Futtermitteln
Wenn die Futteraufnahme durch die Wetterlage sinkt, kann das zu einer Unterversorgung mit Nährstoffen führen. Sprechen Sie auch rechtzeitig mit Ihrem Tierarzt, ob der Einsatz von Vitamin C, Zitronensäure oder elektrolythaltigen Futtermittelzusatzstoffen sinnvoll ist.
Beschattung
Bei Mobilställen besteht oft die Möglichkeit, diese in gut beschatteten Bereichen Aufzustellen. Beispielsweise neben Stallgebäuden oder unter großen Bäumen. Lichteinfallsflächen auf der Sonnenseite können zeitweise verdunkelt werden.
Fütterung
In den Zeiten der Hitzebelastung ist durch die verminderte Futteraufnahme besonders wichtig, dass Futterselektion vermieden wird. Das kann erreicht werden durch eine Pause in der Fütterungsanlage, die zum Leer fressen der Tröge führt. Wird dies rechtzeitig vor dem Hitzemaximum des Tages gemacht, sorgt es zudem für eine Reduzierung der Verdauungswärme.
Mortalität und Vitalität
Mortalität der letzten 24h
Besonders in Zeiten mit erhöhter Seuchengefahr (z.B. Geflügelpest) ist eine schnelle und sichere Überwachung der Mortalität zur Früherkennung erforderlich. Die Mortalität des letzten 24h wird im Cockpit jeweils am Stall angezeigt:
Bei Überschreiten folgender Werte erfolgt eine Warnung in roter Schrift:
Besatz <= 100 Hühner mindestens 3 Abgänge in 24h
Besatz > 100 Hühner mehr als 2% Abgänge in 24h
Geflügelpest-Verordnung §4 (1)
Treten innerhalb von 24 Stunden in einem Bestand oder einem räumlich abgegrenzten Teil eines Bestandes Verluste von
- mindestens drei Tieren bei einer Größe des Bestandes oder des räumlich abgegrenzten Teils des Bestandes von bis einschließlich 100 Tieren oder
- mehr als 2 vom Hundert der Tiere bei einer Größe des Bestandes oder des räumlich abgegrenzten Teils des Bestandes von mehr als 100 Tieren auf oder kommt es zu einer Abnahme der üblichen Legeleistung oder der durchschnittlichen Gewichtszunahme von jeweils mehr als 5 vom Hundert, so hat der Tierhalter, vorbehaltlich des Absatzes 2, unverzüglich durch einen Tierarzt das Vorliegen einer Infektion mit dem hochpathogenen oder niedrigpathogenen aviären Influenzavirus durch geeignete Untersuchungen ausschließen zu lassen.
Vitalität und Mortalität
Im Cockpit gibt es ein Fenster für wesentliche Kennwerte zu den Verlusten. Neben der Mortalität über 24 Stunden wird die Vitalität angezeigt. Die Vitalität wird über die Haltedauer berechnet und bezieht sich auf die Anfangshenne. Weiterhin wird die Summe der Verlust in Stück Geflügel pro Stall ausgegeben.
Abkürzungen und Begriffe
| Abteil | Ein nicht durch eine Massivwand abgetrennter Bereich des Stalles, in dem maximal 6.000 Legehennen gehalten werden und in Bezug auf alle Funktionen und Haltungseinrichtungen keine abgeschlossene Einheit darstellt. | |
| Anfangshenne | AH | Anzahl der Junghennen zu Beginn des Legejahres. |
| Arbeitszeiterfassung | AZE | Modul in BANKIVA für die Erfassung der Arbeitszeit von Mitarbeitern. Es können Tätigkeiten und Projekte zugeordnet werden. |
| Durchschnittshenne | DH | Anzahl der Legehennen, die sich aus der Summe von Anfangshennen und dem Bestand am Ende des Legejahres dividiert durch 2 ergibt. Hinweise: Hilfsweise nutzen wir in BANKIVA statt des Bestandes am Ende des Legejahres die Anzahl anwesender Hennen des aktuellen Tages, um die korrekte Legeleistung zu ermitteln. Hierdruch ist eine erheblich genauere Ermittlung möglich. |
| Enthalpie | Die Enthalpie ist ein Indikator für Hitzestress. Sie wird in BANKIVA auf den Stallstandort bezogen berechnet und bezieht sich wie üblich auf die Aussenluft. | |
| Fehlehennen | Bei der Ausstallung zeigt BANKIVA den berechneten Restbestand an Tieren an. Bei der Zählung wird man mitunter weniger Tiere haben durch unbemerkte Verluste. Diese Differenz wird als Fehlhennen eingegeben und BANKIVA korrigiert die Legeleistung des Durchgangs, indem diese Verluste gleichmäßig auf den Zeitraum des Durchgangs verteilt werden. | |
| Herde/Gruppe | Eine bestimmte Anzahl von Hennen einer Altersgruppe, die gemeinsam in einem Stall gehalten wird. | |
| Industrie-Eier | Eier, die nicht der Güteklasse A entsprechen und nicht an Endverbraucher abgegeben werden dürfen. Auch Sekundaware genannt. | |
| Infektiöse Bronchitis | IB | |
| Legereife | Als Legereife ist derjenige Lebenstag definiert, an dem an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen eine durchschnittlich 50%-ige Legeleistung erreicht oder überschritten wird. | |
| Newcastle Disease | ND | |
| Rohware | Die Gesamtzahl der gesammelten Eier eines Stalls abzüglich der Industrieware ist die Rohware, die auch mit Güteklasse A bezeichnet wird. | |
| Sekundaware | Aussortiere bzw. nicht der Güteklasse A entsprechende Eier, auch Industrieware genannt. | |
| Stall | Teil des Legebetriebes bzw. eine Gebäudeeinheit, in dem Hennen bzw. Herden gehalten werden. | |
| Wind-, Bruch-, Knickeier | WBK | Diese Eier werden entsprechen nicht der Güteklasse A und werden aussortiert. |
...
Vorgabewerte
Warnschwellen
BANKIVA verwendet die folgenden Vorgabewerte
| Parameter | Wert | Text |
| Mortalitätsrate | siehe Text | Siehe Text Bei Verlusten innerhalb 24 h von über 2 % (des Bestandes; bei Beständen über 100 Tieren), bzw. von mindestens drei Tieren (bei Bestandsgröße von bis zu 100 Tieren): Verpflichtung zur tierärztlichen Untersuchung zum Ausschluss der aviären Influenza nach § 4 (1) Geflügelpest-Verordnung (GeflPestSchV 2013 |
| Temperatur | 28°C | |
| Enthalpie-Wert | 67 kJ/kg |
Änderungshistorie
Version 3.1 (04/2022)
● Neu: Futtersilos
● Neu: Erfassung Lieferungen (hier: Futter)
● Neu: Abteil als Unterordnung zu Stall
● Änderung: Packstelle als eigener Menüpunkt
● Neu: Auswertungen zu Futteraufwand und Wasserverbrauch
● Neu: Online-Handbuchs
● Neu: Link in der App zum Online-Handbuch
● Neu: Das produzierte Eigewicht kann täglich pro Stall gespeichert werden
● Änderung: Erweiterung der Stallkarte für Betriebe mit Eiermengen > 1 Mio pro Monat
● Neu: Pulldown-Menü für die schnelle Auswahl einer älteren Stallkarte
● Änderung: Ältere Stallkarten können nun auch in unbelegten Ställen abgerufen werden
● Neu: Assistenten für Ställe, Einstallung und Erfassung
● Neu: Tooltips zur schnellen Hilfe per Mouse Over
● Neu: Suchzeile im Hauptmenü
● Neu: Warnung bei Verlassen einer Seite ohne vorheriges Speichern
● Korrektur: einer fehlerhaften MHD-Angabe beim Sammeln/Erfassen
● Änderung: Berechnung Legeleistung bei der Erfassung nun bezogen auf Bestand
Version 3.0 (12/2021)
● Beschleunigung bei der Erfassung und beim Sortieren durch Karteireiter
● Erfassung von Futteraufwand und Wasserverbrauch bei der täglichen Erfassung
● Erweiterung des Wägemodul zum direkten Einlesen von Bröring-Waagen auf auf Android-Geräten
● Umfangreiche Änderungen im Modul „Aufgaben“
● Auf Smartphones wird das Feld „neue Aufgabe“ im Hauptbildschirm zur schnellen Anlage
● Verlust-Arten erweitert um Lebendverkauf und Schlachtung
● Hinweis bei der Ausstallung, dass der Vorgang endgültig und nicht umkehrbar ist
● Die Horden- bzw. Stall-Farben sind um weitere Farben ergänzt worden.
● Die Packstellen-Nummer ist nun Bestandteil der Betriebs-Stammdaten.
Version 2.9
● Einführung des Moduls Aufgaben
● Erweiterungen zum Thema Mortalität/Vitalität
Version 2.8
● Einführung des Moduls Verkauf
Version 2.7
● Thermometer / Hygrometer über ein flächendeckendes, industrielles Funknetz
● Langzeitauswertung
● Fehler 419 beseitigt. Trat sporadisch auf, wenn App zu lange nicht aktiv war
Version 2.4
● Piepston bei Eingabe
● Wesentliche Zahlen werden bei Sammlung und Sortierung deutlich größer dargestellt
● Monatliche Eingabe möglich
● Ausgabe der monatlichen Stallkarte als PDF-Datei
● Das Datum bei Bemerkungen und Ereignisse kann nun eingegeben werden
● Sensoren für Temperatur, Luftfeuchte und Warnkontakt schreiben Daten direkt in die App
● Eingabefelder sind nun deutlich grün statt hellgrau hinterlegt
● bei nachträglicher Eingabe von Sammlung/Sortierung springt das Datum nicht auf das den heutigen Tag zurück, sondern bleibt beim letzten verwendeten Datum stehen
● Summenbildung bei mehreren Gruppen in einem Stall
● Anzeige Anzahl Gruppe im Cockpit
● In der Wochenkarte wird jetzt bei mehreren Gruppen oben eine Tabelle mit Summen angezeigt.
● Auf größeren Bildschirmen wird eine kleine Hilfsleiste oben angezeigt für nützliche Hinweise: Wetter, Aufgaben, Termine und Zeiterfassung
● Anzeige von Enthalpie-Werten bezogen auf die geografische Region der Betriebsstätte
● Plausibilitätsprüfung beim Einstallen für das Alter, Schlupf- und Einstallungsdatum der Hennen
● Bei der Eingabe der Eierzahlen wird vor dem Speichern geprüft, ob die Legeleistung 100% überschreitet
● Beim Ausstallen kann die Anzahl der Fehlhennen eingegeben werden. Diese werden rückwirkend korrekt auf das Legejahr verteilt und die Legeleistung entsprechend angepasst.